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Telemonitoring in der Onkologie: Jenseits der digitalen Kluft

Kürzlich in eClinicalMedicine (The Lancet Discovery Science) veröffentlicht, belegt eine multizentrische Studie unter der Leitung von Gustave Roussy, dem Universitätsklinikum Caen und dem Centre François Baclesse die Wirksamkeit der Fernüberwachung von Patienten (RPM) bei Patienten, die als digital unerfahren eingestuft wurden.

April 29, 2026

2 minutes

Oncology
Abstracts

Paradigmen im digitalen Gesundheitszugang hinterfragen

Während die Akzeptanz von RPM-Tools zunimmt, ist der Ausschluss von Patienten, die weniger mit digitalen Technologien vertraut sind, ein großes Anliegen für Kliniker geblieben. Diese neue multizentrische Studie (die über 4.700 Patienten analysiert) stellt diese Annahme in Frage, indem sie die Wahrnehmungen von medizinischem Fachpersonal mit realen Patient-Reported Outcomes (PROs) vergleicht.

Zentrale Ergebnisse: Klinische Wirksamkeit im klinischen Alltag

Die Studiendaten zeigen, dass mangelnde digitale Kompetenz nicht länger als Barriere für RPM-Programme angesehen werden sollte:

  • Hohe Adhärenz: Patienten mit digitaler Exklusion zeigen eine Adhärenzrate von 81.3%, die fast der von technikaffinen Profilen entspricht.
  • Klinische Auswirkungen: Eine identische Reduktion der Symptomstärke (PRO-CTCAE-Score) wurde in beiden Gruppen beobachtet. Darüber hinaus zeigten Patienten mit der geringsten digitalen Kompetenz anfänglich schwerere Symptome, was sie zu den Hauptnutznießern des Angebots machte.
  • Wahrnehmungsverzerrung: Die Studie hebt eine Voreingenommenheit bei medizinischem Fachpersonal hervor, das dazu neigt, die Fähigkeit älterer oder schutzbedürftigerer Patienten zur Nutzung von RPM-Tools zu unterschätzen.
  • Skalierbarkeit: Diese Ergebnisse, die aus 33 Zentren in Frankreich und Belgien gesammelt wurden, unterstützen die Machbarkeit einer großflächigen Einführung von Remote Patient Monitoring.

Auf dem Weg zu einer evidenzbasierten digitalen Onkologie

Diese Ergebnisse untermauern die Relevanz der Integration von Remote Patient Monitoring in die Standardversorgungspfade. Sie legen nahe, dass RPM, weit davon entfernt, Ungleichheiten zu vergrößern, als Hebel für die Gesundheitsgerechtigkeit dienen kann, um die Versorgung der schutzbedürftigsten Patienten zu verbessern, unabhängig von ihrer anfänglichen technologischen Kompetenz.

👉 Die vollständigen Daten und die detaillierte Analyse finden Sie hier:

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